10
May

Hochmittelalterliche Damengugel

   Posted by: jea   in Mittelalter-Manufaktur

 

In vielen Städten war es Frauen im Mittelalter verboten, Kleidung zu tragen, die als Männerkleidung galt.  Auch, wenn dieses Verbot nicht zog, gab es doch einen guten Grund, warum frau nicht die typische Männergugel trug, und das war die Tatsache, dass frau für gewöhnlich einen Schleier trug. Wollte sie über einen Schleier eine Männergugel ziehen, würde der Schleier sicherlich verrutschen.

Also entwickelte sich ein Kleidungsstück, das vorne offen war, so, dass man es über den Schleier ziehen konnte, ohne ihn zu verrutschen.

Am Hinterkopf hatte die Gugel einen kleinen Zipfel, wie auch bei den Männergugeln üblich.

Geschlossen wurde die Gugel mit geflochtenen Bändern, die entweder durch Nestellöcher gezogen oder fest angenäht wurden.

Genau wie die Männergugeln wurde auch bei den Frauengugeln der Saum umgeschlagen, so, dass das kontrastierende Futter sichtbar wurde.

Eine solche Gugel kostet ab 45,- Euro, dazu kommen noch die Kosten für den verwendeten Stoff. Dafür bekommt die Kundin eine vollständig gefütterte Gugel, angepasst für ihre Größe, inklusive handgeflochtener Bänder in einer passenden Farbe, verziert mit Nestelspitzen.

 

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This entry was posted on Thursday, May 10th, 2012 at 13:45 and is filed under Mittelalter-Manufaktur. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

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