Tudor-Stays
Dieser Post zeigt, wie ich meine Tudor-Stays, Korsetts des 16. Jahrhunderts gemacht habe.
Das Schnittmuster habe ich aus dem, von mir hier schon beschriebenen und hoch gepriesenem Buch ‘The Tudor Tailor’. Jedem Menschen, der gerne Tudor-Kostüme machen möchte, kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen!
Ich habe das Schnittmuster aus dem Buch zunächst hochskaliert und dann, weil meine Figur nicht wirklich einem Bademodenkatalog entspricht, im Bauchbereich einige Adjustierungen gemacht.
Das Muster habe ich aus verschiedenen Stoffen ausgeschnitten: Zunächst aus einem mittelschweren Jeans-Stoff

Schnittmusterteile auf Jeans
Dann habe ich die Teile noch mal ausgeschnitten, aus einem weißen Seidenstoff, der die Außenseite bilden soll.
Und schließlich aus einem mittelschweren ungebleichten Leinen für die Innenseite.
Hier habe ich alle Teile aufeinandergelegt und so aneinandergelegt, wie sie zusammengenäht werden müssen.
Als nächstes habe ich circa 1cm breite Kanäle in die Hauptteile (Vorderteile und Rückenteil genäht, und dabei darauf geachtet, dass die Nähte einen Zentimeter vor dem Rand enden.
Danach habe ich die drei Hauptteile zusammengenäht und dann die Boning-Stäbe (ich habe Peddigrohr genommen) in die Kanäle eingeführt. Schließlich habe ich sehr eng über das oberen Ende der Stäbe eine Abschlussnaht gesetzt.
Die Flaps werden alle mit einem Seidenstreifen umrandet. Auf der Vorderseite werden die Streifen mit der Nähmaschine aufgenäht,
und auf der Rückseite mit Handstichen angeheftet, die nur durch den Leinenstoff gestochen werden und amit auf der Vorderseite nicht sichtbar sind.
Schließlich wird um den Hauptteil auf die gleiche Weise ein Stoffstreifen genäht und schließlich die Nestellöcher gestochen.
So sehen dann die fertigen stays aus, wenn die über einem passenden Unterhemdgetragen werden:
Ich bin ausgesprochen beeindruckt davon, wie diese stays meine Figur formen, so, dass sie tatsächlich wie auf den Bldern aussieht, und das, obwohl ich sie nur selbst geschnürt habe und durchaus noch Platz ist, um sie noch enger zu machen.
Das Beeindruckendste ist aber, wie mein durchschnittlicher C-Busen hochgepumpt wird , so, dass man fast ein Glas darauf abstellen kann
Selbstverständlich kann ich solche stays auch für Kundinnen anfertigen. Dazu ist es natürlich unabdingbar, dass die Kundinnen zur Anprobe vorbei kommen.
Solche stays wie die abgebildeten kosten ab 300,- Euro, die Kosten für die zu verarbeitenden Stoffe kommen noch dazu.













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