Näht zuerst die Rückenteile zusammen.

Dafür nehmt ihr jeweils die beiden Rückenteile und steckt sie so zusammen, dass die Seite des Stoffs, die später sichtbar sein soll, jetzt verborgen zwischen den Stoffstücken liegt. Für’s Leder gilt das Gleiche: Die glatte, genarbte Seite gehört nach Innen, die rauhe Veloursseite nach außen. Für das Vlies ist die Richtung egal, entscheidend ist nur bei allen Stücken, dass die Teile deckungsgleich zusammengesteckt werden.

Dann mit der Nähmaschine im Abstand von 15mm (das habt ihr eim Schnittmuster als Nahtzugabe extra draufgegeben) an der geraden Seite entlangsteppen.

Dann näht die Vorderstücke an den Seitennähten an die Rückenstücke (Achtung: Nur eine Seite passt hier wirklich, wenn ihr die falsche annäht, habt ihr vorne die Rückseite außen und hinten die Vorderseite oder umgekehrt!) Hierfür passt auch gut auf und vergewissert euch drei al, dass die Seite, die später sichtbar sein soll, jetzt verborgen zwischen den beiden Stoff- oder Lederstücken liegt. Auch hier ist es eine zusätzliche Sicherheit, wenn ihr kontrolliert, dass die beiden teile (vorne links und hinten links oder vorne rechts und hinten rechts) deckungsgleich aufeinander liegen.

Seitennähte schließen

Die Seiten werden zusammengenäht.

Jetzt näht noch die Schulternähte zusammen. Dafür werden die Stoffe (Leder- oder Vliesstücke) nicht bewegt.

Schulternähte schließen

Die Schulternähte werden geschlossen

Die Vorderstücke werden nicht zusammengenäht.

fertige Weste

fertige Weste – 1* aus Stoff, 1* aus Vlies, 1* aus Leder

Als nächstes schneidet bei der Vliesweste die Nahtzugaben an den Nähten ganz kurz ab und bügelt bei der Futterstoffweste  die Nahtzugaben auseinander.

Jetzt werden alle drei Westen ineinandergelegt, und zwar so, dass der Futterstoff auf der einen Seite, das Leder auf der anderen Seite und das Vlies dazwischen liegt. Von dem Leder und dem Futterstoff sollen die linken (schlechten) Seiten nach außen zeigen. Mit Stecknadeln werden die drei Teile zetzt zusammengesteckt, so, dass sie genau gleich aufeinanderliegen.

Jetzt wird mit der Ledernadel im Abstand von 1,5 cm zum Rand einmal ganz außenrum genäht, aber nicht ganz, sondern mit ein bis zwei Handbreit, die noch offen bleiben. Fangt dazu am besten unten hinten eine knappe Handbreit neben der Mittelnaht an und endet dann eine knappe Handbreit neben der Mittelnaht auf der anderen Seite.

einmal außen rum

Alle drei Westen werden jetzt zusammengenäht.

Wenn dieser Schritt geschafft ist, müsst ihr noch mit der Schere die Nahtzugabe vom Vlies auf 2-3 mm und die vom Futterstoff auf 5-7mm kürzen.

Dann reicht mit der Hand in das offene Stück der Außennaht hinein und zieht hierdurch die Weste auf rechts. Das kann ein bisschen dauern und ist nicht genz einfach. Gewalt ist keine Lösung! Reißt am Stoff, und die Nähte reißen auf, oder noch schlimmer: Die Stoffe selbst bekommen einen Riss. Geduld ist hier eine Tugend.

Jetzt näht noch einmal im Abstand von ca. 1 cm ganz außenherum, diesesmal auch dort, wo ihr bei der ersten Naht den Spalt gelassen habt.

einmal außen rum Rückseite

Jetzt die Öffnung im Rücken schließen

 

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This entry was posted on Thursday, August 22nd, 2013 at 15:34 and is filed under Mittelalter-Manufaktur. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

One comment

Tapferes Schneiderlein
 1 

Ich hab das Schnittmuster ausprobiert (für die Außenseite hab ich Kunstleder genommen) und hab noch ein paar Anmerkungen/Verbesserungsvorschläge für alle die sich daran versuchen wollen.

1. Wenn ihr Maß nehmt, rechnet zusätzlich zur Nahtzugabe nochmal 2-3cm drauf, denn durch das wenden am Ende gehen nochmal ein paar cm weg.

2. Wenn ihr die drei Westen näht, denkt daran den Saum an den Ärmeln NICHT umzunähen (ich hab nicht dran gedacht und musste auftrennen)

3. Um die Westen zusammen zu nähen muss die Rehenfolge (im Gegensatz zur Anleitung!)
Stoff – Leder – Vlies
sein. Dabei liegen Stoff und Leder mit der guten Seite aufeinander. Nur so liegt das Vlies nach dem Wenden in der Mitte der Schichten.

3. Näht die Westen an den Schultern NICHT zusammen (lernt aus meinen Fehlern)

4. Da die Ärmel noch offen sind, ist es einfacher die Westen durch einen der Ärmel zu wenden als durch ein kleines Loch.

Davon abgesehen funktioniert der Schnitt aber sehr gut und sieht auch sehr gut aus.
Danke für die vielen Skizzen!

May 6th, 2014 at 19:01

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