Spinnen
Dieses Jahr habe ich mir etwas besonderes zu Weihnachten ausgedacht: Alle Freunde bekamen einen selbstgefärbten Kammzug und eine selbstgebaute Spindel.
So sieht der Kammzug aus, wenn er noch nicht gefärbt ist. Die Wolle ist Eiderwolle von deutschen Schafen, sie ist ganz leicht gelblich und hat sehr lange Fasern, was besonders fürAnfänger leichter zum Verspinnen ist. Im Übrigen war mir wichtig, dass die Wolle nicht um die halbe Welt geflogen ist und aus einem Land kommt, in dem es wenigstens ein paar Gesetze zur ‘humanen’ Tierhaltung gibt, aber das nur am Rande.
Gefärbt wurde mit Landscape-Wollfarben. Die Farbe ist unheimlich intensiv, ein Stäubchen rote Farbe ging daneben und meine Küche sah aus, als hätte ich ein Blutbad veranstaltet. Allerdings zog die Farbe nicht so schnell auf wie ich mir das vorgestellt hatte und verlief mir zu sehr. Das nächste Mal sollte ich vielleicht mehr Essig ins Wasser geben.
Trotzdem habe ich – wie ich finde – ein paar sehr schöne Farbverläufe hinbekommen und bin schon sehr gespannt, wie die Wolle im gesponnenen Zustand aussehen wird.
Insgesamt habe ich drei Farbverläufe gefärbt: Einen blauen, einen roten und einen mit Herbstfarben.
Hier sind ein paar Farbbeispiele im Schnee
Ich habe von jeder Farbe ein wenig für mich zurückbehalten, um zu sehen, wie das Garn wird. Von dem blauen habe ich schon eine Spindel versponnen und ich muss sagen: Ich bin sehr zufrieden. Ich mag es, wie die verschiedenen Blautöne ganz langsam ineinander verlaufen und man die Übergänge selbst eigentlich gar nicht sehen kann.









